Kassensystem vs. Bestellsystem: Was ist der Unterschied?
Ein Kassensystem (POS) wickelt Abrechnung, Bezahlung und Buchhaltung ab. Ein Bestellsystem nimmt die Bestellung des Gastes auf und orchestriert den Service: QR im Browser, Stationsrouting an Bar und Küche. Venuqo deckt inzwischen beide Seiten ab — es erfasst die Zahlart, führt ein Kassenbuch und schliesst den Geschäftstag ab. Ihr könnt es also neben eurer Kasse laufen lassen oder den Abschluss darin machen. Einen Systemwechsel verlangt keiner der beiden Wege.
Im direkten Vergleich
| Kriterium | Kassensystem (POS) | Bestellsystem (Venuqo) |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Abrechnung, Bezahlung, Buchhaltung | der ganze Abend: Reservation, Bestellung, Stationen, Zahlung, Abschluss |
| Gast bestellt | über das Personal | selbst per QR im Browser, ohne App — oder das Team am Order Pad |
| Bar/Küche | Bon-Druck / manuell | automatisches Stationsrouting mit Zielzeit und Status |
| Gast bezahlt | am Kassenplatz, über das Personal | am Tisch im Browser über euer Stripe-Konto — oder wie gewohnt beim Personal |
| Zahlart erfassen | Kern der Kasse | bar, Karte, TWINT, Gutschein, Rechnung — auch gemischt, Nachlass benannt |
| Bargeld | Kassenlade und Kassenbuch | Kassenbuch mit Einlagen und Entnahmen, Kassensturz gezählt statt gerechnet |
| Tagesabschluss | Z-Bericht | eingefroren je Geschäftstag, Soll/Ist je Zahlart, als CSV |
| Mehrwertsteuer | in der Kasse gepflegt | aus dem Bestellmodus abgeleitet — 8,1 % am Tisch, 2,6 % zum Mitnehmen |
| Kartenzahlung am Tresen | eigenes Terminal am Kassenplatz | euer bestehendes Terminal; sein Tagesjournal lässt sich importieren und abgleichen |
| Einführung | Systemumstieg, Schulung | Self-Onboarding in Minuten, jede Stufe einzeln zuschaltbar |
| Verhältnis | Grundlage des Betriebs | ihr entscheidet: daneben laufen lassen oder den Abschluss übernehmen |
Was Venuqo an der Abrechnung selbst übernimmt
Bis vor Kurzem endete Venuqo bei der Bestellung und der digitalen Zahlung des Gastes. Inzwischen beantwortet es auch die vier Fragen, die am Ende des Abends zählen.
- Womit wurde kassiert?
- Beim Abschliessen des Tischs hält das Team die Zahlart fest — bar, Karte, TWINT, Gutschein, auf Rechnung oder „später klären“. Mischzahlungen gehen in einem Zug; ein Mehrbetrag wird Trinkgeld, ein Minderbetrag braucht einen Namen (Kulanz, Rabatt, aufs Haus, Korrektur).
- Was liegt in der Kasse?
- Einlagen, Entnahmen, Barauslagen und ausgeschüttetes Trinkgeld stehen mit Grund und Urheber im Kassenbuch, korrigiert wird per Gegenbuchung statt per Löschen. Der Bestand wird gezählt, nie gerechnet: ohne Zählung steht „nicht gezählt“ im Abschluss, statt den Sollbestand stillschweigend zum Ist zu erklären.
- Wie schliesst der Tag ab?
- Der Tagesabschluss friert Soll, Ist je Zahlart, Mehrwertsteuer, Nachlässe, offene Posten und die Differenz je Geschäftstag ein — mit eurer eigenen Schnittzeit, weil der Abend über Mitternacht läuft. Nachzügler zählen ausgewiesen im Folgetag, nie doppelt und nie gar nicht. Download als CSV.
- Stimmt das mit dem Terminal überein?
- Das Tagesjournal eures Kartenterminals lässt sich als CSV importieren. Venuqo stellt „bei uns erfasst“ und „laut Journal“ nebeneinander, hält TWINT getrennt und weist Total- und Gebührenzeilen aus, statt sie mitzuzählen. Der Abgleich friert mit dem Tag ein.
Jede Stufe ist einzeln und je Standort zuschaltbar und liegt im Plan Wachstum. Wer nichts davon aktiviert, schliesst den Tisch weiterhin mit einem Tipper ab — die Oberfläche verändert sich nicht. Preise ansehen
Wofür ihr weiterhin eine Kasse braucht
- Keine Kassenhardware. Lade, Münzzähler und Zahlterminal bleiben eure Geräte; die Kartenzahlung läuft über das Terminal, das ihr schon habt.
- Keine Schnittstelle zur Kasse. Der Weg heisst erfassen statt integrieren — das erspart euch Middleware-Gebühren, heisst aber: was doppelt geführt wird, wird auch doppelt abgeschlossen.
- Kein DATEV-Export. Der Abschluss geht als CSV an die Treuhand.
- Eine Kasse je Standort. Mehrere Laden nebeneinander bildet Venuqo nicht ab.
Zwei Wege — beide ohne Umstieg
Venuqo läuft daneben und übernimmt Bestellweg, Stationen, Reservation und — wo gewünscht — die Zahlung des Gastes am Tisch. Abgerechnet wird wie bisher am POS. Kein Eingriff, keine Schnittstelle; dafür führt ihr zwei Auswertungen.
Zahlarten, Bargeld, Mehrwertsteuer und Tagesabschluss liegen an einem Ort, samt Abgleich mit dem Kartenterminal und Quittung auf dem Bondrucker. Zahlen kommen aus einer Quelle — dafür gehört der Abschluss dann konsequent hierher.
Ihr entscheidet, wo abgerechnet wird.
Venuqo zwingt euch weder zum Kassenwechsel noch dazu, bei der Bestellaufnahme stehen zu bleiben. Der Bestellweg liegt schon zusammen mit Stationen und Zahlung auf einem Datenmodell — wer will, hängt den Abschluss daran. Wer nicht will, lässt ihn in der Kasse.
Läuft Venuqo neben meinem bestehenden Kassensystem?
Ja. Venuqo läuft parallel zu jeder Kasse — eine technische Kopplung ist nicht nötig, ihr müsst euer POS nicht austauschen und braucht weder Schnittstelle noch Freigabe des Kassenherstellers. Genau darum ist es vom Kassenmodell unabhängig. Der Preis dieser Unabhängigkeit: Ein gemeinsames Reporting entsteht nicht von selbst. Wer beide Systeme parallel führt, wertet zweimal aus; wer den Abschluss in Venuqo macht, bekommt Soll und Ist je Zahlart, Mehrwertsteuer und offene Posten aus einer Hand — und kann das Tagesjournal des Kartenterminals dagegenstellen.