Recht

Allergene digital deklarieren: die 14 Hauptallergene

Venuqo Redaktion· 5 Min. Lesezeit· Aktualisiert Juli 2026

Kurzantwort

Allergene digital zu deklarieren heisst, die 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene einmal je Gericht in der Karte zu hinterlegen. Auf der QR-Karte erscheint die Angabe dann automatisch bei jedem Gast — noch vor der Bestellung, ohne Beilagenzettel. Ändert sich ein Rezept, wird die Kennzeichnung an einem Ort angepasst und ist überall aktuell.

Was heisst Allergenkennzeichnung?

Allergenkennzeichnung bedeutet, dass ein Gastbetrieb die enthaltenen Hauptallergene je Speise und Getränk ausweist, damit Gäste mit einer Unverträglichkeit vor der Bestellung wissen, was drin ist. In der Schweiz sind — wie in der EU — 14 Allergene kennzeichnungspflichtig; die Angabe kann schriftlich, digital oder auf Nachfrage erfolgen.

„Digital deklarieren“ heisst, diese Angabe nicht auf einem separaten Zettel oder nur mündlich zu führen, sondern direkt in der Speisekarte zu hinterlegen. Je Gericht ist gespeichert, welche der 14 Allergene es enthält — die Information wandert so mit der Karte mit und steht dem Gast dort zur Verfügung, wo er ohnehin bestellt.

Die 14 Hauptallergene im Überblick

Diese 14 Gruppen sind kennzeichnungspflichtig. In der digitalen Karte werden sie je Gericht als feste Auswahl gesetzt, damit keine vergessen geht:

Glutenhaltiges Getreide

Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und daraus hergestellte Erzeugnisse.

Krebstiere

Garnelen, Krevetten, Krebse, Hummer und Erzeugnisse daraus.

Eier

Hühner- und andere Eier sowie Erzeugnisse daraus.

Fische

Fisch und Erzeugnisse daraus.

Erdnüsse

Erdnüsse und Erzeugnisse daraus.

Soja

Sojabohnen und Erzeugnisse daraus.

Milch

Milch und Milcherzeugnisse, einschliesslich Laktose.

Schalenfrüchte

Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashew, Pistazien und weitere Nüsse.

Sellerie

Sellerie und Erzeugnisse daraus.

Senf

Senf und Erzeugnisse daraus.

Sesam

Sesamsamen und Erzeugnisse daraus.

Schwefeldioxid und Sulfite

Ab 10 mg/kg bzw. 10 mg/l, oft in Trockenfrüchten oder Wein.

Lupinen

Lupinen und Erzeugnisse daraus.

Weichtiere

Muscheln, Schnecken, Tintenfisch und Erzeugnisse daraus.

Diese Übersicht dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung. Verbindlich ist die geltende Schweizer Lebensmittelgesetzgebung; die korrekte Zuordnung je Rezept verantwortet der Betrieb.

Wie die Angabe digital zum Gast kommt

In der Menüpflege wird je Artikel einmal hinterlegt, welche Allergene er enthält. Auf der QR-Karte kann der Gast die Angabe dann selbst nachlesen, bevor er bestellt — die Grundinformation steht bei jedem Tisch, ohne dass das Team sie mündlich wiederholt. Ändert sich ein Rezept, wird die Kennzeichnung an einer Stelle angepasst und ist überall gültig.

„Einmal je Gericht gepflegt, bei jedem Gast sichtbar — die Allergen-Angabe steht dort, wo bestellt wird, nicht auf einem Zettel in der Schublade.“

Die digitale Karte ersetzt die persönliche Beratung nicht, entlastet sie aber: Standardauskünfte stehen schon vor der Bestellung, das Team bleibt für Rückfragen frei. Wie die Karte mit Allergenen, Kategorien und Gängen im Betrieb zusammenspielt, zeigt die Lösung fürs Restaurant →

Häufige Fragen

Wie deklariere ich Allergene digital in der Speisekarte?
Die Allergene werden einmal je Artikel in der digitalen Karte hinterlegt und erscheinen dann automatisch bei jedem Gast — ohne Beilagenzettel oder mündliche Nachfrage. Auf der QR-Karte kann der Gast die Angabe je Gericht selbst nachlesen, bevor er bestellt. Die Pflege bleibt an einem Ort: Ändert sich ein Rezept, wird die Kennzeichnung einmal angepasst und ist überall aktuell.
Welche 14 Hauptallergene müssen gekennzeichnet werden?
In der Schweiz sind es dieselben 14 wie in der EU: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Soja, Milch (inkl. Laktose), Schalenfrüchte (Nüsse), Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen sowie Weichtiere. Digital lassen sie sich je Gericht als feste Auswahl setzen, damit keine vergessen geht.
Ist eine mündliche Allergen-Auskunft weiterhin nötig?
Die schriftliche oder digitale Angabe deckt die Kennzeichnung ab; die persönliche Beratung ersetzt sie nicht. Der Vorteil der digitalen Karte ist, dass die Grundinformation bei jedem Gast schon vor der Bestellung steht — das Team wird bei Rückfragen entlastet und muss die Standardauskunft nicht bei jedem Tisch wiederholen.
Wer ist für die Richtigkeit der Allergenangaben verantwortlich?
Die Verantwortung für die korrekte Kennzeichnung bleibt beim Betrieb — das gilt für den gedruckten wie für den digitalen Weg. Ein Bestellsystem stellt die Angaben nur strukturiert dar; die fachlich richtige Zuordnung je Rezept nimmt der Betrieb vor. Rechtsverbindlich ist im Zweifel immer die geltende Lebensmittelgesetzgebung, nicht diese Übersicht.

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