Allergene digital deklarieren: die 14 Hauptallergene
Kurzantwort
Allergene digital zu deklarieren heisst, die 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene einmal je Gericht in der Karte zu hinterlegen. Auf der QR-Karte erscheint die Angabe dann automatisch bei jedem Gast — noch vor der Bestellung, ohne Beilagenzettel. Ändert sich ein Rezept, wird die Kennzeichnung an einem Ort angepasst und ist überall aktuell.
Was heisst Allergenkennzeichnung?
Allergenkennzeichnung bedeutet, dass ein Gastbetrieb die enthaltenen Hauptallergene je Speise und Getränk ausweist, damit Gäste mit einer Unverträglichkeit vor der Bestellung wissen, was drin ist. In der Schweiz sind — wie in der EU — 14 Allergene kennzeichnungspflichtig; die Angabe kann schriftlich, digital oder auf Nachfrage erfolgen.
„Digital deklarieren“ heisst, diese Angabe nicht auf einem separaten Zettel oder nur mündlich zu führen, sondern direkt in der Speisekarte zu hinterlegen. Je Gericht ist gespeichert, welche der 14 Allergene es enthält — die Information wandert so mit der Karte mit und steht dem Gast dort zur Verfügung, wo er ohnehin bestellt.
Die 14 Hauptallergene im Überblick
Diese 14 Gruppen sind kennzeichnungspflichtig. In der digitalen Karte werden sie je Gericht als feste Auswahl gesetzt, damit keine vergessen geht:
Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und daraus hergestellte Erzeugnisse.
Garnelen, Krevetten, Krebse, Hummer und Erzeugnisse daraus.
Hühner- und andere Eier sowie Erzeugnisse daraus.
Fisch und Erzeugnisse daraus.
Erdnüsse und Erzeugnisse daraus.
Sojabohnen und Erzeugnisse daraus.
Milch und Milcherzeugnisse, einschliesslich Laktose.
Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashew, Pistazien und weitere Nüsse.
Sellerie und Erzeugnisse daraus.
Senf und Erzeugnisse daraus.
Sesamsamen und Erzeugnisse daraus.
Ab 10 mg/kg bzw. 10 mg/l, oft in Trockenfrüchten oder Wein.
Lupinen und Erzeugnisse daraus.
Muscheln, Schnecken, Tintenfisch und Erzeugnisse daraus.
Diese Übersicht dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung. Verbindlich ist die geltende Schweizer Lebensmittelgesetzgebung; die korrekte Zuordnung je Rezept verantwortet der Betrieb.
Wie die Angabe digital zum Gast kommt
In der Menüpflege wird je Artikel einmal hinterlegt, welche Allergene er enthält. Auf der QR-Karte kann der Gast die Angabe dann selbst nachlesen, bevor er bestellt — die Grundinformation steht bei jedem Tisch, ohne dass das Team sie mündlich wiederholt. Ändert sich ein Rezept, wird die Kennzeichnung an einer Stelle angepasst und ist überall gültig.
„Einmal je Gericht gepflegt, bei jedem Gast sichtbar — die Allergen-Angabe steht dort, wo bestellt wird, nicht auf einem Zettel in der Schublade.“
Die digitale Karte ersetzt die persönliche Beratung nicht, entlastet sie aber: Standardauskünfte stehen schon vor der Bestellung, das Team bleibt für Rückfragen frei. Wie die Karte mit Allergenen, Kategorien und Gängen im Betrieb zusammenspielt, zeigt die Lösung fürs Restaurant →